Gesundheitliche Auswirkungen

Schimmelpilzsporen gehören zu den wichtigsten Innenraumallergenen. Wissenschaftliche Studien ergaben, dass Bewohner bzw. Arbeitnehmer durch einen intensiven und langen Schimmelpilzkontakt ein erhöhtes Gesundheitsrisiko aufweisen. Je höher die Konzentration, desto höher ist das potentielle Risiko.

Die häufigsten gesundheitlichen Auswirkungen auf Menschen sind Schleimhaut- und Bindehautentzündungen, Schnupfen und allergisches Asthma. Weiters zeigen wissenschaftlichen Forschungsergebnisse, dass Schimmelpilze im Wohnbereich die Wahrscheinlichkeit einer Atemwegs-Erkrankung erhöhen. Besonders für Kinder sind von Schimmelpilzen und anderen Mikroorganismen belastete Wohnungen ein Risiko. Bei Kindern wurde auch aufgezeigt, dass eine erhöhte Raumluftkonzentration von Penicillium-Arten signifikant mit dem Ausbruch von kindlichem Asthma in Beziehung steht.

Die von Schimmelpilzen und anderen Mikroorganismen abgegebenen Toxine und Zellbestandteile treten gerade in den letzten Jahren immer mehr in den Fokus der wissenschaftlichen Forschung. Es wird vermutet, dass auch diese Stoffe und Partikel für die beobachteten Beschwerden verantwortlich sind.

Das deutsche Umweltbundesamt meint…

Eine der möglichen gesundheitlichen Reaktionen des Körpers auf eine erhöhte Schimmelpilzkonzentration im Innenraum ist das Auftreten von Allergien, die durch Einatmen von Sporen ausgelöst werden. Es wird angenommen, dass grundsätzlich alle Schimmelpilze in der Lage sind, bei empfänglichen Personen allergische Reaktionen auszulösen. Bei Allergien setzt sich das Immunsystem des Körpers nicht gegen gefährliche Fremdstoffe (z.B. Krankheitserreger) sondern fälschlicherweise gegen an sich harmlose Fremdstoffe (wie z.B. Pollen, Bestandteile von Lebensmitteln) zur Wehr.

Beim ersten Kontakt mit dem Fremdstoff (Antigen) tritt noch keine allergische Reaktion ein, sondern der Körper bereitet sich durch die Produktion von Abwehrstoffen (Antikörpern) auf die Bekämpfung des Fremdstoffes vor. Man bezeichnet eine solche Person als „sensibilisiert“. Erst bei erneutem Kontakt mit dem Fremdstoff kann es dann zu allergischen Erscheinungen kommen, bei denen eine ganze Kette von Reaktionen im Körper abläuft, an deren Ende die typischen Symptome allergischer Reaktionen, wie Schnupfen, Niesen, gerötete Augen, Hautausschlag etc. stehen.

Webtipps
Umfangreiche Informationen zu Schimmelpilzen für Experten

Positionspapier zu Schimmel in Innenräumen des Lebensministeriums (BMLFUW)